Urlaub mit Ihrem Hund

Für Sie als Hundebesitzer stellt sich vor jedem Urlaub immer wieder die Frage: Nehmen Sie Ihren  Hund mit in Ihren wohlverdienten Urlaub  oder bringen Sie ihn bei Freunden, Familie oder einer Ihnen bekannten Hundepension unter?

Es gibt inzwischen mehr hundefreundliche Reiseziele und auch Auslandsreisen mit Ihrem Vierbeiner sind einfacher geworden. Wenn Sie sich entscheiden, Ihren Hund mitzunehmen, sorgen Sie dafür, dass er sicher reist.

Reisetipps für Ihren Welpen oder Hund

  • PackenStellen Sie sicher, dass Sie genug Futter für die gesamte Dauer des Aufenthalts einpacken, damit Sie kein anderes Produkt kaufen müssen, das zu Magenproblemen führen könnte. Vergessen Sie ebenso wenig sein Lieblingsspielzeug, Decken und Hundebett, damit er sich in der neuen Umgebung sicher fühlt.
  • AusweisWenn Sie ins Ausland reisen, überprüfen Sie die Dokumente, die von den lokalen Behörden in Ihrem Urlaubsziel verlangt werden (Ihr Tierarzt kann Sie dazu meist sehr gut informieren). Für Reisen innerhalb der EU sind ein Tier-Ausweis, ein Identifikations-Chip sowie eine gültige Tollwutimpfung Pflicht; diese muss spätestens 21 Tage vor Reisebeginn gemacht worden sein. Prüfen Sie die Aus- und Wiedereinreisebedingungen Ihres Landes; so muss ein Hund z.b. mindestens 15 Wochen alt sein, um reisen zu dürfen. Zudem gibt es zahlreiche Ausnahmeregelungen und Vorgaben können anders sein, wenn Sie außerhalb der EU reisen; sprechen Sie also mit Ihrem Tierarzt, um auf der sicheren Seite zu sein.
  • PlanungBevor Sie nach Hause zurückreisen, braucht Ihr Hund möglicherweise 24 Stunden vorher eine tierärztliche Behandlung gegen bestimmte Wurminfektionen und/ oder Flöhe. Denken Sie bereits vor Reisebeginn daran, die Rückreisebedingungen zu prüfen. Es ist schon vorher wichtig zu wissen, wer Ihnen im Urlaub vor Ort helfen kann.
  • Fähre: Leider erlauben die meisten Fährgesellschaften es nicht, auf kurzen Überfahrten Hunde an Deck mitreisen zu lassen. Wenn dies der Fall ist und es keine sicherere Alternative gibt, setzen Sie sich vorher mit der Fährgesellschaft in Verbindung, um möglichst häufig Zugang zum Deck zu bekommen. Denken Sie daran, Ihrem Hund immer genügend frisches Wasser zur Verfügung zu stellen, damit er kühl bleibt und ausreichend Flüssigkeit bekommt. Zusätzlich sollten Sie an warmen oder heißen Tagen ganz besonders dafür sorgen, dass Ihr Hund sicher ist. Bei längeren Fahrten oder Fahrten mit Übernachtung kann es sein, dass Ihr Hund auf dem Weg zum und vom Deck einen Maulkorb tragen muss.
  • Auto: Bedenken Sie vor der Reise schon die Wetterverhältnisse und den Verlauf Ihrer Reise, besonders wenn Sie keine Klimaanlage im Auto haben. Überlegen Sie, ob die Reise für Ihren Hund wirklich notwendig ist. Lassen Sie Ihren Vierbeiner niemals allein im Auto, besonders dann nicht, wenn es warm ist. Die sicherste Art für Ihren Hund im Auto zu reisen ist in einer Box im hinteren Bereich des Autos, weit weg von Airbags und dem Gaspedal. Geben Sie ihm genügend Raum. Sorgen Sie dafür, dass die Box mit rutschfestem Material ausgekleidet oder gepolstert ist, damit sich Ihr Hund während der Reise wohl fühlt. Wenn Sie keine Box oder nicht genügend Platz haben, nutzen Sie einen speziell für Hunde konzipierten Sicherheitsgurt. Planen Sie Ihre Reise sorgfältig und machen Sie alle zwei Stunden eine Pause, damit Ihr Hund trinken und das Bein heben kann. Wenn Ihr Hund zu Reiseübelkeit neigt, geben Sie ihm möglichst vor der Reise nichts zu fressen oder fragen Sie Ihren Tierarzt nach einem entsprechenden Medikament.
  • Flugzeug: Die wenigsten Fluglinien erlauben Hunde in der Kabine (auch wenn manche Ausnahmen machen); die meisten betrachten Hunde als Fracht. Fragen Sie bei der Fluglinie, mit der Sie reisen, rechtzeitig nach, damit Sie die Vorgaben kennen. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über die besten Möglichkeiten, damit Ihr Hund so sicher und komfortabel wie möglich reisen kann.

Wenn Sie angekommen sind, muss Ihr Hund sich akklimatisieren. Gehen Sie zuerst eine Runde mit ihm Gassi. Wenn Sie zurück an Ihrer Unterkunft sind, behalten Sie ihn an der Leine und gehen Sie ruhig mit ihm umher, sowohl in Ihrer Unterkunft als auch auf dem umliegenden Gelände.

Ihr Hund muss die Grenzen des Areals erkunden und wissen, wo er schläft und sein Geschäft machen kann. Bereiten Sie sich auf ein paar kleine "Unfälle" im Haus vor. Behandeln Sie diese genauso wie die Unfälle während des Trainings zur Stubenreinheit. Seien Sie konsequent bei Ihrer Routine in Bezug auf Bewegung und Fütterung. Damit stellen Sie sicher, dass Ihr Hund glücklich ist und sich schnell in seiner Umgebung wohl fühlt.

Wenn Sie in irgendeiner Weise beunruhigt oder besorgt wegen der Reise sind, sprechen Sie mit dem Tierarzt und ggf. mit der Reisegesellschaft, bei der Sie gebucht haben.